01.03.2018 | IT/Logistik
Computacenter AG & Co. oHG , NetApp , Storck Deutschland KG

Mit intelligentem Datenmanagement die Welt versüßen

 

Um Kapazitätsengpässe bei der zentralen Datenverarbeitung zu vermeiden, entschied sich der Süßwarenhersteller August Storck KG für eine IT-Lösung des Datenmanagement-Spezialisten NetApp. Diese ist wirtschaftlich, verfügbar und ausfallsicher. Die Speicher-Effizienz wurde gesteigert und die Zugriffszeiten verkürzt.

Die zentrale Datenverarbeitung für die Produktion der Süßwaren von August Storck findet in Halle/Westfalen statt. Seit 2010 dienen hier klassische Metro-Cluster, bestehend aus SAS-Platten, als Primärspeicher – mittlerweile in dritter Generation. Neben virtuellen Windows-Servern beanspruchen Nutzerdaten, unter anderem in Form von Office-Dokumenten und PDFs, Speicherplatz.
Der Speicherplatzbedarf wächst stetig, da neue IT-Systeme und Anwendungen hinzukommen. Gleichzeitig müssen niedrige Zugriffszeiten ­erreicht werden. Bevor Kapazitäts-engpässe aufgrund des wachsenden Datenvolumens drohen konnten, entschied Storck im Jahr 2016 seine virtualisierte VMware-IT-Landschaft zukunftsfähig aufzustellen – und die Controller-Köpfe sowie die dazugehörenden Platten-Shelves in Halle auszutauschen.
Mit den hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Systems wandte sich Storck an die langjährigen Partner NetApp und Computacenter: Der IT-Dienstleister Computacenter berät und unterstützt die IT-Abteilung von Storck seit mehreren Jahren bei IT-Projekten. Der Datenmanagement-Spezialist NetApp ist der einzige Hersteller, der Storage an den Zuckerwaren- und Schokoladenspezialisten liefert.
„Im Segment Storage ist die August Storck KG eine strategische Partnerschaft mit NetApp eingegangen, die in den vergangenen Jahren bestens funktioniert hat“, blickt Malte Rudolf, Teamleiter Server-Infrastruktur bei Storck, zurück. In diesem Zusammenhang verweist er auf die MetroCluster von NetApp, die gemeinsam in Halle, Ohrdruf und Berlin aufgebaut wurden. In diese Referenzliste reihen sich zudem zwei NetApp-Hochverfügbarkeits-Systeme ein. Auf diesen Systemen betreibt Storck in Halle SAP Hana, um beispielsweise das Business Warehouse (BW) für die Echtzeitanalyse großer Datenmengen zu nutzen. Außerdem wird ein FAS6250-Metrocluster für die restlichen SAP-Systeme sowie als zentrales Archivsystem eingesetzt.
Anfang 2017 wurde das All-Flash-System AFF A700 für den MetroCluster in Halle installiert. All Flash erfüllt die Ansprüche am besten, die Storck an Speicherprotokolle, Geschwindigkeiten und Volumen stellt. Zudem lässt sich das ausgewählte System gezielt erweitern, was genügend Handlungsspielraum für die Zukunft offen hält. „Mit Flash kaufe ich Performance und Verfügbarkeit für die nächsten Jahre“, ist Malte Rudolf überzeugt. „Beim primären Speicher geht die Entwicklung eindeutig hin zu All Flash. Diesen Zug lassen wir natürlich nicht an uns vorbeifahren, sondern springen auf“, betont er und bekennt: „Die Performance ist ein Kracher.“
All-Flash-System lässt sich gezielt erweitern
Hardwareaufbau und Speicherkonfiguration des All-Flash-Systems übernahm der Integrationspartner Computacenter. Der IT-Dienstleister stand der IT-Mannschaft um Malte Rudolf zudem beratend zur Seite, als diese die Daten weitestgehend selbst auf das Datenmanagementsystem Ontap9 migrierte.
Nach erfolgreicher Datenmigration erfolgte der Abbau des bisherigen FAS3250-MetroClusters. Über den OnCommand-Unified-Manager behält die interne IT nun Storage, Verfügbarkeit, Kapazität, Performance und Datensicherung voll im Blick, denn dieses Tool warnt, sobald Unregelmäßigkeiten in der Ontap-Umgebung auftreten sollten.
Unter diesen Voraussetzungen konnte die AFF A700 sehr schnell in Betrieb gehen. Besondere Herausforderungen gab es bei der Implementierung und der Migration nicht zu meistern – beides lief reibungslos ab. „Dies spricht für die NetApp-Systeme“, kommentiert Malte Rudolf.
Das Technologie-Upgrade auf All Flash FAS im Rechenzentrum Halle konsolidierte die Speicherlandschaft und führte zur gewünschten Steigerung in der Performance. Durch die Neuinstallation profitiert Storck nun auch von der Inline-Deduplizierung. Diese Funktion bieten die All-Flash-FAS-Arrays von NetApp seit geraumer Zeit.
Datenbankabfragen laufen viel schneller ab
Die Inline-Deduplizierung wird beim Zugriff durchgeführt. „Vereinfacht gesagt, sucht das Feature nach doppelt gesendeten Datenblöcken, die es dann aber nur einmal abspeichert. Wenn beispielsweise zwei Mitarbeiter das gleiche Bild speichern wollen, erfolgt nur ein Schreibvorgang auf Flash. In einer Infrastruktur wie der unseren treten solche doppelten Datenblöcke in einer Vielzahl auf“, erläutert Malte Rudolf begeistert. Diese Storage-Effizienz macht sich bemerkbar. „Wir sparen durch diese Technologie bis zu 40 Prozent an Speicherkapazität ein“, rechnet der Teamleiter vor. Daneben überzeugen ihn Compression und Compaction. Dies sind zwei weitere Inline-Features, die eine All Flash von Haus aus mitbringt, und durch die Anwender Platz auf ihren Systemen sparen.
Darüber hinaus verkürzt die neue Flash-Generation die Latenzzeiten deutlich. Die IT-Abteilung führte vor der Implementierung Geschwindigkeitsmessungen durch, um die tatsächliche Performance zu testen. „Wir waren wirklich hellauf begeistert, wie schnell die Systeme sind“, schildert der IT-Experte den Eindruck, den die Tests bei seiner IT-Crew hinterlassen haben.
Der Nutzer spürt den Geschwindigkeitsvorteil bei seinen normalen Anwendungen – wenn überhaupt – nur bedingt. Dagegen laufen zum Beispiel die Datenbankabfragen wesentlich schneller ab. „Größtenteils liegen wir bei den Zugriffszeiten auf die Speichermedien bei unter einer Milli-
sekunde. Und IOPS jenseits der 100.000 bei weniger als einer Millisekunde Latenz sind riesig“, berichtet Malte Rudolf. „Das erreichen nur All-Flash-FAS-Arrays.“ Somit bietet die installierte All-Flash-Lösung beste Voraussetzungen, die restlichen SAP-Systeme und SQL-Datenbanken, die momentan noch auf der 6250 laufen, auf die AFF A700 zu migrieren. •

 

Der Anwender
Die August Storck KG stellt seit Jahrzehnten hochwertige Zuckerwaren und Schokoladen-Spezialitäten her. 1903 als Bonbonfabrik gestartet, ist das Unternehmen bis heute in Familienbesitz und gehört zu den zehn größten Süßwaren­herstellern der Welt. Es beliefert über 100 Länder weltweit mit Marken wie Toffifee, Merci, Werther‘s Original, Knoppers oder nimm2. Über 5.800 Mitarbeiter sind an den Produktionsstandorten in Berlin-Reinickendorf, Halle/Westfalen und Ohrdruf sowie bei internationalen Tochtergesellschaften tätig.

 

 

 
 
 
 

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